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11Mrz/120

25. Spieltag, 2011/12 – Schalke 04 : HSV 3:1

Schalke gegen Hamburg. Ein wichtiges Spiel für beide Mannschaften, da Schalke die Punkte braucht um in der Spitzengruppe zu bleiben und Hamburg den Abstand auf die Abstiegsplätze zumindest halten muss. Viel wurde berichtet, dass Hamburg auf Schalke seit 2004 nicht mehr verloren hat, aber dafür kann man sich bekanntlich nichts kaufen. Beim HSV wurde der neue “Teilzeit Jugendtrainer” Paolo Guerrero durch Tolgay Arslan ersetzt, Gojko Kacar vertritt den gesperrten David Jarolim und Jeffrey Bruma kommt für den zuletzt schwächeren Rajkovich zurück in die Startelf.

Erste Halbzeit:

Gerade hat das Spiel erst begonnen, die erste Torchance von Schalke und Pukki, gesegnet mit den Genen eines Finnischen Baumfällers, köpft den Ball ungehindert ins Tor. Dabei gab es einen Abstimmungsfehler zwischen Westermann und Bruma. Wieder musste die Mannschaft einem Rückstand hinterher laufen.

Hamburg ließ sich nach dem frühen Gegentor keinen Schock anmerken und spielte weiter offensiv mit. Rincon rettete gut gegen Raul, der alleine auf Drobny marschierte. Jansen und Illicevic laufen sich in der Offensive fest. Diekmeier immer wieder mit guten Aktionen, spielt in die Mitte, Petric lässt durch und Illicevic kommt dadurch zum Abschluss, nur leider geht sein Schuss, abgefälscht von Uchida, über das Tor.

Daraufhin präsentiert sich Hamburg im Vorwärtsgang mit Arslan, der schön auf Jansen herausgelegt. Sein Abschluss trifft leider nur das Außennetz. Schalke spielt nicht Ballsicher, einzig Pukki ist giftig und nervt die Abwehr durch sein Nachsetzen. Hamburg drängt weiter auf den Ausgleich, doch eine Direktabnahme kurz hinter dem 11 Meter Punkt von Arslan nach Flanke von Diekmeier in der 23 Minute kommt mit zu wenig Durck auf das Tor.

Auf der anderen Seite bleibt Drobny lange stehen und pariert stark gegen Jones bei einem Schalker Konter. Bei der darauf folgenden Ecke stochert Metzelder den Ball freistehend ins Tor. So viel zum Thema Chancenverwertung. Drei Schüsse aufs Tor und zwei Tore für Schalke. Hamburg macht das Spiel, aber Schalke führt nach 26 Minuten mit 2:0.

Kurz darauf ein schneller Konter von Schalke, bei denen die Pässe nun auch ankommen. Der Ball wird stark von Huntelaar auf Pukki gepasst, dessen Schuss knapp von Drobny zur Ecke geklärt werden konnte. Die Ecke darauf wird abgepfiffen, da Westermann und Huntelaar sich gegenseitig beharken. Daraufhin wird die Ecke wiederholt. Huntelaar fällt hin und es gibt Elfmeter. Grund: Westermann soll Huntelar gehalten und zu Fall gebracht haben. Huntelaar rennt um 2 Leute herum, Westermann ebenfalls, nur anders herum und Huntelaar sinkt dramatisch zu Boden nach einem Trikotzupfer. Albern, aber das Geschenk hat der Holländer dankend angenommen. Eigentlich ist nichts außergewöhnliches im Strafraum passiert, aber nach der vorherigen Ermahnung war der Schiedsrichter anscheinend SEHR penibel. Dennoch war der Elfmeter ein Witz und wurde nicht mal von Schalkes Manager Horst Heldt als ein solcher gesehen. Gelb für Westermann (5. Gelbe, fehlt damit gegen Freiburg) und Huntelaar versenkt den fälligen Elfmeter sicher zum 3:0 in der 33 Minute.

Hamburg hat das Spiel gemacht, lange auch Schalker Konter unterbinden können und viel Engagement nach vorne gezeigt, ohne dabei zu großen 100%igen Chancen zu kommen. Nur Schalke hat die Tore gemacht und das Spiel auf den Kopf gestellt.

Nach dem 3:0 wirkt Hamburg etwas frustriert. Das Spiel gestaltete sich umgekehrt als zuvor. Schalke ist das aktivere Team und Hamburg wirkt zerfahren im Aufbauspiel und bekommt nichts mehr so richtig auf die Reihe.

Kurz vor der Pause dann endlich auch mal etwas Glück und der Anschlusstreffer. Jansen setzt sich auf der linken Seite durch und passt den Ball in die Mitte direkt auf Matip, der den Ball nicht gut genug klären kann. Der Ball landet bei Kacar am Strafraumeck, der trocken mit einem gezielten Rechtsschuss abschließen kann. So hat sich Hamburg nach einer frustrierenden ersten Halbzeit zumindest noch etwas Hoffnung geschaffen.

Halbzeit

Schalke kommt, mit vielen kleineren Fouls, giftig aus der Pause. Hamburg zeigt sich bemüht, bekommt aber nicht viel, wie auch Schalke, auf die Reihe. Im Spiel kommt es dadurch zu keinen großen Torszenen. Ilicevic sieht nach einem Rempler in der 52 Minute Gelb. Kurz darauf zeigt Diekmeier einen schönen Tempolauf und spielt auf Ilicevic, doch leider ergibt sich nichts aus dieser Situation. Diekmeier bleibt liegen nach einem Zusammenprall mit Metzelder, der sich kurz vor seinem Pass in ihn hineingeworfen hat. Unverständlich,  dass es dafür keine gelbe Karte gab, besonders, wenn man die gelbe Karte für Ilicevic 2 Minuten zuvor gesehen hat. Nicht einmal ein Freistoß für Hamburg.

Aber was soll man zu dieser zweiten Halbzeit schon detailliert schreiben. Es gab viel geplänkel im Mittelfeld quasi keine gefährlichen Torszenen. Hin und wieder lies der HSV einige Ansätze erkennen, welche aber keinen Erfolg brachten. Highlights gab es eigentlich nicht, deswegen hier die gesammelten “Ereignisse” des HSV.

Schöne Vorarbeit von Ilicevic und Sala zu Kacar, der in der 57 Minute aber nicht an den Ball kommt.

In der 58 Minute kommt es zum Doppelwechsel beim HSV. Ilicevic und Sala gehen raus, Son und Töre kommen rein. Das Comeback für Töre nach seiner Verletzungspause.

Jansen erkämpft sich den Ball am Mittelkreis, passt schön auf die linke Seite zu Petric dessen Flanke in die Mitte geht ins Nichts. Jansen wurde bei seinem Pass von Matip gelegt, der dafür die gelbe Karte erhält.

Töre spielt kurz darauf auf Son, der auf Jansen in die Mitte. Hildebrand hält ohne Probleme.

In der 63. Minute senst Jurado Jansen an der Seitenauslinie auf Höhe des Schalker Strafraum von hinten um und erhält dafür gelb. Hartes Einsteigen des Spaniers. Der Freistoß wird, wie sämtliche Standards, von Arslan getreten. Bringt aber nichts ein. Schalke spielt verhaltener als in der ersten Halbzeit. Eine der wenigen Aktionen am hamburger Strafraum, ein Aussenrissschuss von Jurado, wird schön von Drobny geklärt.

In der 70. Minute kommt Töre zu seiner ersten Torchance mit einem unplazierter Fernschuss ins Aus.

Rincon versucht in der 72. Minute auf der rechten Seite mit einem Heber zu zaubern, anstelle in die Mitte zu flanken. Ansonsten ein sehr kämpferischer Auftritt des Venezoelaners.

im Gegenzug hat Jansen seine linke Abwehrseite nicht im Griff und lässt Uchida in Ruhe Flanken, zum Glück ohne Erfolg.

Eine Viertelstunde vor Schluss rennt sich Töre in der Mitte fest und holt einen Freistoß heraus, ergebnislos

Im Gegenzug gibt es die gelbe Karte für Arslan für ein Foul an Jurado, direkt an der Mittellinie.

Hamburg steht eher in der eigenen Hälfte, als die Schalker in der ihrer Hälfte unter Druck zu setzen und sich den Ball zu erkämpfen.

Mladen Petric kommt in der 77. Minute zum Kopfball in Bedrängnis, aber bekommt den Ball nicht aufs Tor.

Töre dribbelt sich in der 79. Minute durchs rechte Strafraumeck gegen mehrere Schalker durch, aber letztendlich auch fest.

Dennis Diekmeier versucht es in der 80. Minute mit Gewalt, doch sein Fernschuss geht am Tor vorbei.

In der 82. Minute kommt Skjelbred für Rincon.

Der Eindruck der zweiten Halbzeit ist, dass Schalke nicht will und Hamburg leider nicht kann.

Skjelbred verliert in der 85 Minute den Ball am Mittelkreis, die Chance für Schalke wird aber gut von Westermann vor Huntelar geklärt.

Metzelder foult Arslan am linken Schalker Strafraumeck in der 87. Minute. Freistoß Töre bringt nichts ein.

In der 88. Minute marschiert Jones durch die Abwehr, sein Schuss wird aber stark von Drobny festgehalten. Beste Chance für Schalke in der zweiten Hälfte.

Gegenzug: Töre setzt sich auf rechts an der Linie durch, der Volleyschuss von Petric wird abgewehrt, Volleyschuss Westermann wird auch abgewehrt. Dies war die erste klare Torchance für Hamburg in der zweiten Hälfte.

90. Minute Gelb für Kacar für Foul an der Mittellinie.

Damit war die erste Auswärtsniederlage für Hamburg unter Fink und das vierte Spiel ohne Sieg am Stück besiegelt.

Fazit:

In der erste Halbzeit war es ein Spiel mit offenem Visier, bei dem sich der HSV mutig und engagiert, aber extrem unglücklich zeigte.

In der zweiten Halbzeit war Hamburg etwas überraschend defensiver. Schalke war anscheinend zufrieden und Hamburg lies eine Aufholjagd vermissen. Man konnte die Frustration spüren, die nach einiger Zeit in der zweiten Hälfte beim HSV aufkam. Anfangs war noch Hoffnung da, die durch den Anschlusstreffer aufkam, aber Hamburg fehlte jegliche Durchschlagskraft um noch etwas zu erreichen. Es hatte etwas von dem Spiel gegen Bremen, bei dem Hamburg das Spiel gemacht hat, aber gnadenlos ausgekontert wurde.

Schade, da die Mannschaft in der ersten Halbzeit gut gespielt hat und im Gegensatz zu dem Spiel gegen Stuttgart, wieder Einsatz und Kampfbereitschaft gezeigt hat. Genau diese Einstellung ist auch bei dem nächsten, extrem wichtigen, Heimspiel gegen Freiburg zu erhoffen. Gegen Schalke kann man verlieren, aber die Art und Weise ist mal wieder sehr unglücklich. Gegen Freiburg muss wieder gewonnen werden.

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